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Arbeitsgebiet 1: "Sicherheit, Korrektheit und Informationstechnologie"

Die Entwicklung von Informationssystemen in einem mobilen und verteilten Systemkontext verlangt nach speziellen, auf den mobilen und verteilten Einsatz angepassten Modellen und Methoden im Hinblick auf die Architektur, das Design und die Implementierung.Dieses Arbeitsgebiet fokussiert bei der Entwicklung von mobilen und verteilten Informationssystemen auf die Schwerpunkte Sicherheit, Testautomatisierung und Wissensrepräsentation.

Sicherheit von mobilen Geräten und Sicherheitsmodule

In verteilten Architekturen spielen die Sicherheitsziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit aufgrund der vielfältigen Bedrohungen eine besondere Rolle. Es soll untersucht werden, ob sich die bekannten Verfahren (wie Zugriffskontrolle, Verschlüsselung der Daten und Transportsicherung mit SSL/TLS) für mobile Systeme eignen bzw. welche speziellen Maßnahmen erforderlich sind. Die Arbeiten in diesem Teilbereich umfassen:

  • Analyse der Sicherheitsbedrohungen, Risikoanalyse und Entwicklung von Sicherheitsmaßnahmen für Smartphones, PDAs und Laptops
  • Der Einsatz von Sicherheitsmodulen (Smart Cards, USB-Token, MMC / SD / Mobile Security Cards) für mobile Geräte
  • Software für Mobiltelefone mit NFC-Technologie und Einbindung von RFID Transpondern, Lesegeräten und Hintergrundsystemen

Testautomatisierung für verteilte und mobile Systeme

Es soll für die Verifikation verteilter und mobiler Systeme eine durchgängige Testautomatisierung entwickelt werden. Hierbei soll auf bestehende und verbreitete Technologien aus dem Bereich der Testfallmodellierung und der automatischen Testausführung zurückgegriffen werden. Die Arbeiten in diesem Teilbereich umfassen:

  • Die automatisierte Erstellung von Testfällen in den frühen Phasen der Systementwicklung unter Verwendung des das UML2 Testing Profile.
  • Die automatisierte Überführung der Testfälle in ausführbare Testspezifikationen unter Verwendung der Testtechnologie TTCN-3 als Zielsystem.
  • Eine speziell auf Web Services ausgerichtete Unterstützung beim Aufbau einer Testumgebung und der Ableitung von Testfall-Fragmenten.

Wissensrepräsentation für verteilte und mobile Systeme

Für eine omnipräsente Informationsverarbeitung spielen zwei Aspekte bei der Entwicklung von Informationssystemen eine wesentliche Rolle: Der Aspekt der Komplexitätsreduktion und der Aspekt der Integrität von Datenbeständen. Die Arbeiten in diesem Teilbereich umfassen:

  • Entwicklung geeigneter Mechanismen der Wissensrepräsentation (z.B. kategoriale Klassifikation mit Ontologien) zur Reduktion der Komplexität.
  • Sicherung der sachlichen Integritäten von Datenbeständen mit speziellen Wissensrepräsentationsmechanismen.

Für einen Anwendungsbereich (NAPROCHE = Natural Language Proof Checking, maschinelle Verarbeitung natürlich sprachlich formulierter mathematische Beweise) sollen geeignete Wissensrepräsentationsmodelle definiert und mittels XML- und Datenbanktechnologie implementiert werden.